Foraged Wild Garlic Quiche
on April 08, 2024

Quiche mit wildem Knoblauch

Von Sofia Gallo @in_cucinacon_sofia

Mit dem Übergang vom Winter zum Frühling bieten frische Kräuter ein kontinuierliches Aromenmeer. Sie sind leicht anzubauen und zu ernten und eignen sich perfekt als Garnitur, Gewürz oder Hauptzutat – sie sind die ideale Ergänzung für jedes kreative Gericht und verleihen ihm eine ganz eigene Note.

Die bekanntesten Frühlingskräuter in der Küche sind Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Minze und Rosmarin. Hier eine kurze Beschreibung und Anwendungshinweise.

Basilikum: Ein Hauch von Sommer

Basilikum, mit seinem unverwechselbaren Duft und kräftigen Geschmack, ist ein typisches Kraut, das den Frühling und den Sommer ankündigt. Seine leuchtend grünen Blätter sind ein fester Bestandteil der mediterranen Küche und verleihen Gerichten eine besondere Frische. Von klassischen Pesto-Saucen bis hin zu Caprese-Salaten – Basilikum bereichert eine Vielzahl von Rezepten mit seinem unverwechselbaren Aroma. Streuen Sie frisch gezupfte Basilikumblätter über Ihre Pizza oder geben Sie sie in Marinaden für gegrilltes Gemüse und Fleisch, um ihnen ein aromatisches Aroma zu verleihen.

Schnittlauch: Ein zarter Lauch

Schnittlauch, mit seinem feinen Zwiebelaroma und der leuchtend grünen Farbe, gehört zu den ersten Kräutern, die im Frühling sprießen. Die schlanken Stängel haben es in sich und eignen sich perfekt zum Garnieren von Salaten, Suppen und Omeletts. Ihr milder Geschmack harmoniert auch hervorragend mit cremigen Gerichten wie Kartoffelpüree oder Weichkäse. Probieren Sie doch mal, Schnittlauch über Ofenkartoffeln mit Sauerrahm zu streuen oder ihn unter Rührei zu heben – das sorgt für einen Hauch Frische. Tipp: Mit einer Küchenschere geht es am einfachsten.

Minze: Erfrischend und vielseitig

Minze ist mit ihrer kühlen Frische ein Frühlingskraut, das süßen wie herzhaften Gerichten eine spritzige Note verleiht. Ihr unverwechselbarer Geschmack harmoniert hervorragend mit Früchten wie Erdbeeren und Wassermelone und macht sie zur idealen Zutat für Frühlingssalate und Desserts. Auch in herzhaften Gerichten wie Lammkoteletts oder Couscous findet Minze ihren Platz, wo sie mit ihrem belebenden Aroma die kräftigen Aromen perfekt ausgleicht. Probieren Sie doch mal, Minzblätter in Tees zu geben oder sie in selbstgemachte Limonaden einzuarbeiten – ein erfrischendes Getränk! Minze ist zudem mehrjährig und pflegeleicht. Ich habe die weniger verbreiteten Sorten Cola-Minze und Schokoladenminze probiert; sie hatten wirklich einen ganz besonderen Duft.

Petersilie: Der unbesungene Held

Petersilie, oft nur als Garnitur verwendet, ist ein vielseitiges Kraut, das für seinen frischen, grasigen Geschmack und seine wertvollen Nährstoffe mehr Anerkennung verdient. Reich an Vitaminen und Antioxidantien, verleiht Petersilie Gerichten eine leuchtend grüne Farbe und eine feine Kräuternote. Verwenden Sie sie als Garnitur für Pasta, Suppen und Grillfleisch oder geben Sie sie in Saucen und Marinaden. Mein Favorit? Glatte Petersilie – damit gelingt eine fantastische Salsa verde. Und vergessen Sie nicht, auch die Stiele zu verwenden, sie sind voller Aroma!

Rosmarin: Robust und aromatisch

Rosmarin, mit seinem holzigen Duft und kräftigen Aroma, ist neben Basilikum ein unverzichtbares Kraut der mediterranen Küche und gedeiht besonders gut im Frühling. Seine nadelförmigen Blätter verleihen Gerichten eine unverwechselbar würzige Note und eignen sich daher ideal zum Würzen von Braten, Kartoffeln und Gemüse.

Rosmarin verleiht Brot und Focaccia eine besondere Note und durchdringt sie mit seinem aromatischen Duft. Geben Sie frische Rosmarinzweige in Marinaden oder Lake für gegrilltes Hähnchen oder verfeinern Sie damit selbstgemachte Salatdressings. Tipp: Planen Sie ein Grillfest? Mein Großvater hat das Fleisch immer mit Rosmarinzweigen in einem Dressing aus Olivenöl, Rotweinessig und Gewürzen mariniert. Das Hähnchen war einfach köstlich!

Der Frühling bietet jedoch weit mehr als nur die bekannten Kräuter. Wer gerne sammelt und sich in die Natur vertieft, findet essbare Pflanzen näher, als man denkt. Ich liebe die Verbundenheit zur Natur; meine Nonna hat sie mir mitgegeben. Wir unternahmen regelmäßig Ausflüge in den Garten, zu einem Feld voller erntereifer Wegwarten. Ich zog meine besten Gummistiefel an, und los ging's. Ich erinnere mich noch gut an das Messer, das sie immer dabeihatte, an ihr Kopftuch, die kostbaren Schürzen mit Taschen und den geflochtenen Korb. Zurück in der Küche sammelten wir wilden Fenchel, Wegwarten, Löwenzahnblätter und, wenn wir Glück hatten, wilden Spargel.

Wie damals verbringe ich auch heute noch gerne Zeit damit, essbare Pflanzen und Wildkräuter zu suchen, die ich in Rezepten oder als Zutat verwende. Falls Sie mit dem Sammeln von Wildpflanzen noch nicht vertraut sind, empfehle ich Ihnen, sich einer lokalen Gruppe anzuschließen – es kann wirklich Spaß machen. Auf der Website des Woodland Trust werden zwar viele essbare Pflanzen empfohlen, aber Löwenzahn, Brennnesseln und Bärlauch sind am einfachsten zu entdecken.

Wie man sie erkennt, verantwortungsvoll erntet und verwendet

  • Löwenzahn ist leicht an seinen leuchtend gelben Blüten zu erkennen, aus denen sich kugelförmige Samenstände entwickeln. Seine tief gezähnten Blätter bilden eine Rosette dicht am Boden, und aus den hohlen Stängeln tritt beim Brechen ein milchiger Saft aus. Löwenzahnblätter werden im Frühling geerntet, wenn sie jung und zart sind. Wählen Sie Pflanzen aus pestizidfreien Gebieten. Die Blätter können roh in Salaten oder gekocht als Blattgemüse verzehrt werden. Auch Löwenzahnblüten sind essbar und können zur Herstellung von Wein, Sirup oder Öl verwendet werden.
  • Brennnesseln zeichnen sich durch ihre gezackten Blätter und winzigen, stechenden Härchen aus, die bei Hautkontakt Reizungen verursachen können. Sie wachsen oft in dichten Beständen auf feuchten, nährstoffreichen Böden. Die zarten Blätter vor der Blüte zu ernten, ist kinderleicht. Tragen Sie dabei unbedingt Handschuhe. Nach dem Blanchieren können die Blätter wie Spinat verwendet werden; ihr Geschmack ist sogar recht mild und ähnelt dem von Spinatblättern.
  • Bärlauch wächst in Waldgebieten, auf feuchten Böden und an schattigen Plätzen. Er wird von Ende März bis zum Frühsommer geerntet und ist an seinen langen, spitzen, lanzettförmigen Blättern leicht zu erkennen. Er ist komplett essbar, und die hübschen weißen Blüten eignen sich hervorragend als Garnitur. Trotz seines intensiven Knoblauchgeruchs ist sein Geschmack sehr mild und er kann roh, gekocht, als Pesto oder in Öl eingelegt für Marinaden genossen werden.

Bitte – wenn Sie auf Nahrungssuche gehen, tun Sie dies verantwortungsbewusst, nehmen Sie nie mehr mit, als Sie benötigen, und achten Sie darauf, die gesammelten Gebiete so zu hinterlassen, wie Sie sie vorgefunden haben, um die Auswirkungen auf die Tierwelt zu minimieren.

Das folgende Rezept verwendet Bärlauch und eine cremige Füllung, um Ihnen die ultimative Quiche zu bieten.

Für 8–10 Personen – ergibt eine runde Quiche (24 cm Durchmesser).

Vorbereitung: 15 Minuten

Backzeit: 35–40 Minuten

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Zutaten:

Für die Pasta brisé

  • 200 g Mehl Typ 00 – zwischen 10 und 12 % Protein
  • 100 g kalte, weiche, ungesalzene Butter
  • 50 ml kaltes Wasser
  • 1 TL Meersalz

Für die Füllung:

  • 3 große Eier
  • 200 ml Doppelrahm
  • 100 ml Milch
  • 250 g Pancetta
  • 75 g geriebener Käse – Gruyère ist mein Favorit.
  • 45 g grob gehackter Bärlauch – plus ein paar Blätter zum Garnieren
  • Nach Geschmack würzen

Verfahren:

  1. Bereiten Sie zunächst Ihre Tarteform vor. Geben Sie Mehl und Butter in eine Küchenmaschine.
  2. Pulsieren, bis eine sandige Konsistenz entsteht.
  3. Das Salz im Wasser auflösen und in die Küchenmaschine geben. So lange mixen, bis ein Teig entsteht.
  4. Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier auf 4 mm Dicke ausrollen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  5. Bereiten Sie in der Zwischenzeit die Füllung zu. Braten Sie den Pancetta in der Pfanne knusprig an und stellen Sie ihn beiseite.
  6. Eier, Sahne und Milch leicht verquirlen und die gewünschten Gewürze hinzufügen.
  7. Heizen Sie Ihren Backofen auf 180 °C/Gas Stufe 4 vor.
  8. Sobald der Teig ausreichend abgekühlt ist, legen Sie ihn in die gewählte Backform.
  9. Beginnen Sie mit dem Schichten der Zutaten, zuerst mit dem Pancetta, dann der Milch- und Eimischung und zum Schluss mit dem geriebenen Käse und dem Bärlauch.
  10. In die Mitte des Ofens schieben und goldbraun backen.
  11. Genießen Sie es heiß direkt aus dem Ofen oder kalt.